veröffentlicht von Martin Lorber am 06. Juni 2015

Didaktische Computerspielforschung im Bereich der Werteerziehung – Call for Abstracts

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Computerspiele besitzen für die Medienpädagogik, aufgrund der großen Alltagsbedeutung für junge Menschen, eine besondere Relevanz als Forschungsgegenstand. Als narratives Medium, das den Rezipienten mit einbezieht, wird ihnen bei der schulischen Werteerziehung Potential zugesprochen. Geschichten werden miterlebt, es werden Entscheidungen getroffen und moralisch eingeordnet. Der Rezipient ist aktiv in den Prozess eingebunden und trifft konkrete Entscheidungen in der narrativen Welt.

Werte vermitteln durch Computerspiele

Rezipienten müssen auf die Wertesysteme des Spiels zurückgreifen und sich dadurch auch mit ihren eigenen befassen. Ideal als Anknüpfungspunkt für schulische Diskussionen. Einer der Bildungsaufträge von Schulen besteht darin, Heranwachsenden die Fähigkeiten zu vermitteln, verschiedene Werthaltungen zu erkennen und zu reflektieren. Die Auseinandersetzung mit durch Computerspiele vermittelten Werten, setzt auch auf Seiten der Lehrenden eine spezielle Kompetenz voraus. Hier mangelt es nicht an Bereitschaft, es häufig fehlen erprobte Konzepte für den Umgang mit Computerspielen im Unterricht.

Konzepte für Computerspiele im Unterricht

Diesen Mangel an Konzepten möchte die „Paidia – Zeitschrift für Computerspielforschung“ entgegentreten: Mit der Sonderausgabe „Computer – Spiel – Werte. Didaktische Computerspielforschung im Bereich der Werteerziehung“. Im Fokus stehen dabei die Potentiale der Integration des Computerspiels in den Sprach- und Literaturunterricht. Beiträge aus anderen Didaktiken können gerne eingereicht werden. Ebenfalls willkommen sind Beiträge zum aktuellen Forschungsstand bezüglich „Computerspiele“ in der didaktischen Forschung. Zur Eingrenzung des Themas werden Lernspiele und Gamification ausgeklammert.

Da es bei dieser Veröffentlichung um didaktische Grundlagenreflexion im Bereich des schulischen Handlungsfelds „Computerspiel“ geht, sollten eingereichte Vorschläge deutlich machen, dass es sich beim geplanten Artikel um einen Theoriebeitrag mit Praxisbezug oder einen Praxisbeitrag mit Theorie- und Forschungsanbindung handelt. Noch bis zum 22.06. können Abstracts bei der Redaktion eingereicht werden. Ausführliche Infos finden Sie bei Interesse hier.

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