veröffentlicht von Martin Lorber am 05. Mai 2013

„Dein Spiel. Dein Leben. – Find your Level! “Abschlussveranstaltung in Berlin

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Die von mir bereits vorgestellte Initiative „Dein Spiel. Dein Leben. – Find your Level!“ wurde mit dem Ziel durchgeführt, Gamerinnen und Gamer für eine ausgewogene „Game-Life-Balance“ zu sensibilisieren und gleichzeitig ihre Problemlösungskompetenzen zu stärken. Im Rahmen der Präventionskampagne wurden 100 Jugendliche dazu aufgefordert in Form von Videoclips, Collagen oder anderen Medien Beiträge zum Thema exzessiver Spielkonsum abzuliefern. Hierbei lag der medienpädagogische Mehrwehrt unter Anderem darin, dass Gamer die Beziehung zu ihrem Lieblingshobby vor einem seriösen Hintergrund kommunizieren konnten, um auf etwaige Gefahren hinzuweisen. Hierbei wurden Inhalte kreiert, die die Sprache der Zielgruppe sprechen.

Am vergangenen Dienstag wurden nun im Rahmen der Abschlusstagung im Computerspielmuseum in Berlin die Ergebnisse der Kampagne vor einem Fachpublikum aus den Bereichen Jugendschutz, Medienpädagogik und Wissenschaft vorgestellt. Im Mittelpunkt standen die Vorstellung der Gewinner des Kreativwettbewerbs und die Evaluation von Frau Prof. Dr. Angela Tillmann von der Fachhochschule Köln. Diese fokussierte in ihrem Vortrag die Schnittpunkte zwischen Medienkompetenz und „Game-Life-Balance“. Neben Rahmungs- und Selbstregulierungskompetenz wurden der Grad der Partizipation sowie die Kooperation und die Aktivierung der Spielgemeinschaften thematisiert. Im Dialog über Spielverhalten konnten weiterhin zukünftige Potentiale und Herausforderungen der Initiative herausgestellt werden. Hierbei konnte die Kampagne als erfolgreiches Projekt verbucht werden.

Es ist geglückt Jugendlichen durch die Partizipation an dem Projekt die Erfahrung zu ermöglichen, selbst etwas für den Fortschritt in einem für sie wichtigen Lebensbereich beizutragen. Gleichzeitig unterstützen sie damit die medienpädagogische Arbeit im Bereich der digitalen Spielkultur. Ohne die Expertise der Jugendlichen, unterstützt durch fähige Pädagogen, sowie den Einbezug der Projektpartner wäre es wohl nicht zu solch gelungenen Ergebnissen gekommen.

Zum Abschluss der Tagung war man sich einig, dass die Kampagne als hervorragendes Beispiel für die erfolgreiche Aktivierung von Jugendlichen herangezogen werden kann. Die Partizipation der Teilnehmer gelang insbesondere deshalb, weil sie ernst genommen und tatsächlich aktiv an der Erarbeitung der Inhalte beteiligt wurden. Darüber hinaus war man sich einig, dass die Initiative als zukunftsbezogenes Bildungsprojekt mit dem Bezug auf „Game-Life-Balance“ bestehen bleiben müsse.

Weitere Links zum Thema:

Blog: Jugendliche in virtuellen Spielwelten: Schlussfolgerungen der Peer-to-Peer Kampagne “Dein Spiel. Dein Leben. – Find your Level!”

Blog: Kampagne: „Dein Spiel. Dein Leben. – Find your Level!” Gewinnervideos des Kreativwettbewerbs

Blog: Lesenswert #51: Jugendliche Gewinner und spielerisch Nachrichten vermitteln

Blog: Kampagne: „Dein Spiel. Dein Leben. – Find your Level!“

Web: Website – Dein Spiel. Dein Leben.

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