veröffentlicht von Martin Lorber am 05. Mai 2012

Clash of Realities: Abstract und Speaker Ralf Biermann

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Die Clash of Realities geht in die vierte Runde! Die „4th International Computer Game Conference Cologne“ findet vom 23. bis zum 25. Mai 2012 an der Fachhochschule Köln statt. Die Tagung richtet sich sowohl an ein breites Fachpublikum aus Wissenschaft, Game Design und Pädagogik als auch an Studierende, Journalisten und die interessierte Öffentlichkeit. Veranstaltet wird die Tagung vom Institut für Medienforschung und Medienpädagogik der Fachhochschule Köln, dem Cologne Game Lab sowie Electronic Arts Deutschland. In den kommenden Wochen werde ich Ihnen die wichtigsten Keynote Speaker und Abstracts der Tagung präsentieren. Weitere Informationen zur Clash of Realities finden Sie über die Offizielle Website. Sie können sich auch bequem per Facebook oder Twitter auf dem Laufenden halten.

Digitale Spiele und ihre Akzeptanz im schulischen Kontext

Während digitale Spiele längst im Alltag von Kindern und Jugendlichen angekommen sind, ist ihre selbstverständliche Nutzung im schulischen Kontext noch immer eine Seltenheit. Neue Medien in der Schule – so zeigen es auch aktuelle Forschungsergebnisse – etablieren sich dort nur langsam als Ergänzung und Erweiterung des schulischen Regelunterrichts. Inwiefern Neue Medien und insbesondere Digitale Spiele integraler Bestandteil didaktischer Settings werden, ist von vielen Faktoren abhängig wie z.B. Rahmenbedingungen (Ausstattung mit Hard- und Software, Lehrpläne) und die medienpädagogische Ausbildung der Lehrkräfte. Wesentlich zu einer Nutzung von digitalen Spielen in der Schule trägt die Akzeptanz durch die Lehrerinnen und Lehrer bei. Hier zeigen einige Forschungsergebnisse, dass das Lehrpersonal bei Computerspielen im Vergleich zu anderen Medien die meisten Vorbehalte hat. Basierend auf dem Konzept des medialen Habitus können solche Einstellungsmuster identifiziert und in ihrer möglichen Wirkung beschrieben werden. Gerade bei digitalen Spielen bündeln sich diese Muster, die sich als bipolare Antagonisten beschreiben lassen. Der Beitrag geht der Frage nach, welche Muster bekannt sind und wie sie den didaktischen und medienpädagogischen Einsatz hemmen können. Dabei wird das Habitus-Konzept von Pierre Bourdieu als theoretische Grundlage für die Beschreibung der Funktionsmechanismen herangezogen.

Zur Person:

Ralf Biermann absolvierte 1997-2001 ein Studium der Sozialpädagogik an der Universität Siegen, es folgte 2002-2004 das Aufbaustudium Diplompädagogik mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik an der PH-Freiburg. Anschliessend war er 2003-2007 dort Wissenschaftlicher Mitarbeiter  und ist seit 2007 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. 2008 erfolgte seine Promotion zum Dr. phil. an der Universität Siegen.

Publication:

Ralf Biermann: Der mediale Habitus von Lehramtsstudierenden. Eine quantitative Studie zum Medienhandeln angehender Lehrpersonen. Wiesbaden (2009).

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