veröffentlicht von Martin Lorber am 04. April 2012

Clash of Realities: Abstract und Speaker Jörg Müller-Lietzkow

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Die Clash of Realities geht in die vierte Runde! Die „4th International Computer Game Conference Cologne“ findet vom 23. bis zum 25. Mai 2012 an der Fachhochschule Köln statt. Die Tagung richtet sich sowohl an ein breites Fachpublikum aus Wissenschaft, Game Design und Pädagogik als auch an Studierende, Journalisten und die interessierte Öffentlichkeit. Veranstaltet wird die Tagung vom Institut für Medienforschung und Medienpädagogik der Fachhochschule Köln, dem Cologne Game Lab sowie Electronic Arts Deutschland. In den kommenden Wochen werde ich Ihnen die wichtigsten Keynote Speaker und Abstracts der Tagung präsentieren. Weitere Informationen zur Clash of Realities finden Sie über die Offizielle Website. Sie können sich auch bequem per Facebook oder Twitter auf dem Laufenden halten.

Mobile Gaming und Serious Games – eine verkannte Synthese

Die Mobilisierung der Gesellschaft zeigt sich auf technischer Ebene besonders an der rasant steigenden Verbreitung der Smartphones und Tablets. Folglich nimmt auch das mobile Spielen immer stärker zu. So waren 2011 bereits weit über 35.000 Games für das iPhone verfügbar. Die Nutzung von inhaltlichen Vermittlungsmöglichkeiten beim mobilen Spielen wird allerdings kaum wahrgenommen. Die Frage ist also: Welche Rolle nehmen Serious Games (Produkte für mobiles Spielen) im Bereich des Mobile Gaming (Prozess des mobilen Spielens) ein?
Ein Blick auf den Stand der Forschung zeigt, dass trotz intensiver Untersuchung der Serious Games das Thema Mobilität in diesem Bereich eher randständig ist. Erste Studienergebnisse weisen auf positive Einflüsse hinsichtlich der Motivation oder der Kollaborations- und Problemlösefähigkeit hin, jedoch wurden die meisten Studien in formalen Lernsettings durchgeführt. Doch mobiles Spielen hat seinen Reiz besonders in der ubiquitären Verfügbarkeit und Nutzung in Wartesituationen, also eher informellen Lernkontexten. Es wäre darum zu fragen, ob nicht die Lernkontexte im Sinne eines impliziten Lernens bei marktgängigen Spielen genau so aufschlussreich für die Forschung sind, wie der explizit auf schulische Belange ausgerichtete Lehr-Lern-Einsatz?
Ziel des Beitrags ist nun, ausgehend von den obigen Thesen, einen Forschungsrahmen (Lernpotenziale, Nutzung, Wirkung, Einsatzfelder) zu skizzieren, der sich an ersten halbstrukturierten Interviews orientiert.

Zur Person:

Jörg Mueller-Lietzkow studied economy and management at the University of Wuppertal as well as physical education at the German Coaches Academy Cologne. During his post graduate time he earned a PhD from the University of Bamberg. He also founded a software company. From 2003 till 2008 he worked as post doc at the University of Jena. Since 2008 he is professor for media economics at the University of Paderborn where he established one of the first University Gameslabs in Germany. His fields of research are digital games, media markets, media management and organisation theory.

Kommentare
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