veröffentlicht von Martin Lorber am 03. März 2012

Clash of Realities 2012 – Ein erfolgreiches Konzept geht in die 4. Runde

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Gerade mal sechs Jahre ist es her, dass der damalige NRW-Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Armin Laschet, an der Fachhochschule Köln die erste „International Computer Game Conference Cologne“ eröffnete. Unter dem Motto „Clash of Realities“ konnten sich erstmals Wissenschaftler aus Europa und den USA über gesellschaftliche Aspekte interaktiver Unterhaltungssoftware austauschen. Politiker, Journalisten, Verbandsvertreter und Pädagogen waren eingeladen, sich im Verlauf der drei Kongresstage über den aktuellen Stand der Forschung zu informieren. Da der Kongress von allen Beteiligten sehr gut angenommen und als voller Erfolg eingestuft wurde, fiel die Entscheidung, diese schöne Veranstaltung auch in Zukunft fortzuführen. Nach ebenso erfolgreichen Kongressen in den Jahren 2008 und 2010 geht die „Clash of Realities“ in diesem Jahr schon in die 4. Runde.

Vom 23. bis zum 25. Mai 2012 wird Köln erneut zum Zentrum der internationalen Computer- und Videospielforschung. Denn dann trifft sich die Crème de la Crème der Forscher zu diesem Thema, um über ihre neusten Forschungsergebnisse zu berichten. Unter anderen werden international renommierte Expertinnen wie Tracy Fullerton (University of Southern California), Constance Steinkuehler (University of Wisconsin-Madison und derzeit als Beraterin der Regierung von Präsident Obama im Weißen Haus tätig) und Doris C. Rusch (DePaul University in Chicago) ihre Forschung vorstellen.

Die Konferenz betrachtet das Forschungsfeld Computerspiele (Game Studies) aus verschiedensten wissenschaftlichen Perspektiven. Crossmediale Prozesse und das Phänomen »gamification« (die Übertragung spielerischer Elemente und Prozesse in spielfremde Zusammenhänge beispielsweise zur Steigerung der Lernmotivation und des Lernerfolgs) werden analysiert sowie neuartige Spielformen und -formate in den Blick genommen. Die wissenschaftliche Bandbreite der Diskussionen umfasst Kommunikationsforschung, Neurologie, Kunstwissenschaften, Medienpsychologie, Bildungs- und Sozialwissenschaften, Film- und Bildwissenschaften, Lehr- und Lernforschung, Medienpädagogik sowie Spieleentwicklung und Gamedesign mit dem Themenschwerpunkt »Independent Mainstream Gamedesign«.

Gleichzeitig zum Kongress wird das Institut für Medienforschung und Medienpädagogik der Fachhochschule Köln die Abschlusskonferenz seines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie den Europäischen Sozialfonds geförderten Forschungsprojekts „SpITKom“ am 24. und 25. Mai 2012 durchführen. Das große internationale Publikum macht die „Clash of Realities“ zu einer idealen Bühne um die Ergebnisse des Forschungsprojektes zur spielerischen Vermittlung von IT-Kompetenz für benachteiligte Jugendliche (»SpITKom«) und den entwickelten Prototyp eines »Multiplayer Browser Games« vorzustellen. Die Hauptvorträge dieser Veranstaltung werden zwei renommierte Experten aus dem Bereich game-based Learning halten: Patrick Felicia (Waterford Institute of Technology, UK) und Kurt Squire (University of Wisconsin-Madison, USA). Besonders interessant ist die Abschlusskonferenz für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Entwicklerinnen und Entwickler von Computerspielen.

Ich würde mich freuen, den einen oder anderen Leser persönlich dort begrüßen zu dürfen. Lohnenswert ist ein Besuch allemal.

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Kommentare
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