veröffentlicht von Martin Lorber am 03. März 2014

Business, Technologie und Kultur. Die International Games Week in Berlin steht wieder an

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Wenn vom 8. bis zum 13. April die International Games Week Berlin 2014 (IGW) endlich wieder ihre Pforten öffnet, wird Berlin erneut zum Zentrum der internationalen Gamesbranche. Jetzt wird sich sicherlich der Eine oder Andere die Frage stellen, warum er vorher noch nichts von dieser Veranstaltung gehört hat. Und das zu Recht. Denn die IGW ist die Nachfolgerin der Deutschen Gamestage, unter deren Dach stets zahlreiche spannende Events zum Thema Games stattfinden. Die führende deutsche Kommunikationsplattform wird seit diesem Jahr unter neuem Namen und leicht verändertem Konzept weitergeführt. War die Ausrichtung in den vergangen sieben Jahren noch sehr stark auf ein Fachpublikum ausgerichtet, so wird es in diesem Jahr vermehrt Veranstaltungen für das breite Publikum geben. Zugpferde werden jedoch in diesem Jahr sicherlich erneut die Entwicklerkonferenz „Quo Vadis“ und das A MAZE Festival sein.

Schon seit 2003 stellen sich auf der „Quo Vadis“ viele namhafte Vertreter der Spielebranche die Frage, wo die Reise für die Videospieleindustrie hingeht. Im Rahmen von Workshops, Podiumsdiskussionen und Vorträgen können sich die Teilnehmer über die wichtigsten Trends austauschen. Dabei liegt der Schwerpunkt klar auf den neusten Entwicklungen des kreativen als auch wirtschaftlichen Bereichs. Ein Besuch lohnt sich hier eigentlich immer. Das Programm kann schon jetzt eingesehen werden.

Wer sich weniger mit den Entstehungsprozessen oder den wirtschaftlichen Aspekten, sondern den Ergebnissen, den Spielen selber, befassen möchte, der kommt um einen Besuch des A MAZE Festivals nicht drum herum. Schon seit ein paar Jahren vereint das Indie-Game-Festival, die Themenbereiche Games, Kunst und Musik. Mit Auftritten und interaktiven Installationen wird dem Publikum unter anderem die künstlerische Auseinandersetzung mit Videospielen näher gebracht. Vom 9. bis zum 11. April bietet das Festival neben Ausstellungen zu Themen wie 8-Bit-Retro- und Videospielkunst auch noch Workshops, Konzerte und die Möglichkeit, über die Themen zu diskutieren. Hier werden Games als Kunstform gefeiert.

Die bereits angesprochene Ausweitung der Games Week auf ein breiteres Publikum zeigt sich vor allem über Veranstaltungen des Computerspielmuseums. Gemeinsam mit der ebenfalls in Berlin ansässigen Stiftung Digitale Spielkultur richtet dieses nun schon zum zweiten Mal das „Gamefest“, quasi ein Volksfest für alle Spieleinteressierten, aus. Hier kommen sowohl Gamer, Retro-Fans als auch Kulturinteressierte voll auf ihre Kosten. Neben der Ausstellung im Museum, mit vielen spielbaren Exponaten, wird es hier noch Speedrun-Vorstellungen, eine Retrobörse und ein spannendes Bühnenprogramm rund um das Thema Games geben.

Natürlich wird es während der „tollen Tage“ in Berlin noch viele weitere interessante Veranstaltungen und Events geben. Wer sich hier informieren möchte, schaut am besten auf der Website der Games Week nach, was für ihn Interessantes dabei ist.

Weitere Links zum Thema:

Blog: Games und Gesellschaft: Ein Interview mit Andreas Lange (Direktor Computerspielemuseum in Berlin)

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