Games | Game Design | Game Studies – Eine Einführung
veröffentlicht von Martin Lorber am 05. Mai 2015

Buchvorstellung: Games | Game Design | Game Studies – Eine Einführung

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Wissenschaftliche Forschung zu digitalen Spielen ist auf dem Vormarsch. Der Ansturm auf die Hochschulen ist groß, da immer mehr Menschen ihr Hobby zum Beruf machen wollen. Kein Wunder, ist die Games Branche doch auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und bietet hervorragende berufliche Perspektiven. Aus diesem Grund findet in den letzten Jahren eine verstärkte „Professionalisierung“ der Ausbildung statt. Als eines der ersten Institute an einer staatlichen Hochschule widmete sich das Cologne Game Lab der Fachhochschule Köln dem Thema Computerspiele. Einer der Gründungsdirektoren des Cologne Game Labs ist Prof. Dr. Gundolf S. Freyermuth. Dieser veröffentlichte kürzlich sein neustes Buch „Games | Game Design | Game Studies – Eine Einführung“.

Prof. Dr. Gundolf S. Freyermuth
Prof. Dr. Gundolf S. Freyermuth

Aktueller Stand der Forschung zu Computerspielen

Das Werk gibt, wie der Name schon sagt, einen guten Überblick zum aktuellen Stand der Game Studies. Freyermuth behandelt grundlegenden Fragen und Aspekte digitaler Spielkultur. Er bietet begriffliche Definitionen an und zeigt, wo noch Klärungsbedarf besteht. Überblicke zur Entwicklung von analogen und digitalen Spielen, zu wissenschaftlichen Ansätzen und den wichtigsten Forschungsfragen der Game Studies runden das Buch ab.

Games | Game Design | Game Studies – Eine Einführung
Games | Game Design | Game Studies – Eine Einführung

Medientheoretische Geschichte des Spielens

Die Geschichtsstunde ist sicherlich das interessanteste Kapitel für alle Nicht-Studenten. Sie zeigt die einzelnen Entwicklungsphasen des Spielens und den Einfluss neuer Medien auf. Hier wagt Freyermuth einen Ausblick in die Zukunft. Der Trend zur Ausdifferenzierung des Mediums wird sich verstärken. Die inhaltliche und künstlerische Vielfalt wächst, bis sie „traditionellen“ audiovisuellen Medien in Nichts mehr nachsteht. Eine Demokratisierung des Spielens, sowohl bei Herstellung als auch Nutzung, trägt das Medium stärker in die Gesellschaft. Mobile Technologien fördern eine „Entortung“ des Spielens. Spieler können theoretisch immer und überall spielen und Mitspieler auf der ganzen Welt verstreut sein.

Empfehlenswerte Literatur zu Game Studies

Eine Lektüre des Buchs kann ich nur empfehlen – besonders angehenden Studenten der Games Studies aber natürlich auch für alle, die sich für das Thema Computer- und Videospiele interessieren. Freyermuth hat es geschafft ein wissenschaftliches Buch zu schreiben, dass auch für „Laien“ noch lesbar und interessant ist. Ein ausführliches Interview mit Gundolf S. Freyermuth hat der Deutschlandfunk geführt. Hier spricht Freyermuth über sein Buch, Computerspiele und die Game Studies in Deutschland.

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