veröffentlicht von Martin Lorber am 06. Juni 2013

Bayrische Hochschullandschaft geht bei der Förderung von Games Studies mit gutem Beispiel voran

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Schon häufiger wurde die Forderung gestellt, Games Studies an öffentlichen deutschen Hochschulen als eigenständigen Fachbereich weiter auszubauen und zu etablieren. Die bayrische Hochschullandschaft kann hier sicherlich als ein gutes Vorbild genannt werden.

Der schon Ende 2011 eingerichtete Studiengang „Informatik: Games Engineering“ an der Technischen Universität München dürfte hier eine gewisse Signalwirkung gesendet haben. Mehr als drei Mal so viele Studenten wie erwartet haben sich auf die vorhandenen Plätze beworben. Ein Grund mehr für die Studiengangverantwortliche Prof. Gudrun Klinker einen passenden Masterstudiengang für die kommenden Bachelorabsolventen zu konzipieren.

Auch die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Kempten bietet zum kommenden Wintersemester einen eigenständigen Studiengang gleichen Namens an. Bisher war es lediglich möglich Informatik mit einem passenden Schwerpunkt zu studieren. Als Hintergrund für dieses Angebot nennt Prof. Dr. Greiner neben dem grundsätzlichen Interesse der Studierenden auch das Interesse der Unternehmen der Region. Erfreulich aus meiner Sicht ist insbesondere, dass die Nachfrage nicht nur von Gamesfirmen ausgeht, sondern hauptsächlich aus artverwandten Unternehmen. Das zeigt, welche Bedeutung die Innovationen der Games Industrie auch für andere Wirtschaftszweige haben.

Die vermehrte Einrichtung solcher Studiengänge zeigt einmal mehr die zunehmende Relevanz der Videospielindustrie in Deutschland. Es ist ein weiterer wichtiger Schritt dahin, dass der deutsche Standort seine Attraktivität für Spielentwickler langfristig steigert und gegenüber anderen Ländern wie beispielsweise den USA, Kanada, Frankreich und Japan aufholt. Dazu müssen politische Rahmenbedingungen angepasst und vorhandene Potenziale ausgeschöpft werden.

Weitere Links zum Thema:

Blog: Neuer Studiengang „Informatik: Games Engineering“ an der TU München

Blog: Interview mit Prof. Dr. Müller-Lietzkow über die Gründung eines Kompetenzzentrums für Game Studies und der Positionierung der Industrie.

Blog: Britische Regierung empfiehlt Förderung der Kreativindustrie

Web: Studiengang Informatik: Games Engineering an der TU-München

Web: Studiengang Informatik: Games Engineering an der Hochschule Kempten

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