Auch Angela Merkel diskutierte auf der #cnight zum Thema digitaler Wandel.
veröffentlicht von Martin Lorber am 09. September 2015

Eindrücke zur #cnight 2015 in Berlin

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Zur diesjährigen cnight, einem Event der CDU zur Digitalisierung, lagen die Schwerpunkte klar auf dem Datenschutz und dem digitalen Wandel. Zum Auftakt gab es eine Tour zu zahlreichen Berliner Unternehmen, die im digitalen Bereich aktiv sind. Im Zuge dieser Tour erhielt ich zusammen mit den anderen Teilnehmern spannende Einblicke in Innovationen ganz unterschiedlicher Bereiche. Aus dem Bereich der Telekommunikation waren beispielsweise AVM und die Telekom vertreten. Aus dem Unterhaltungssektor der BIU und Wooga. Die Keynote von Hasso Plattner und Angela Merkels Input zeigte mir: die CDU hat das Thema Digitale Gesellschaft weit oben auf der Agenda.

cnight 2015 mit Angela Merkel und Hasso Plattner

Die eigentliche cnight fand im Konrad-Adenauer-Haus statt. Hier gab es mitunter sehr prominent besetzte Diskussionen: vertreten waren nicht nur die Kanzlerin Angela Merkel und SAP-Gründer und Aufsichtsrats-Chef Hasso Plattner, auch CDU-Generalsekretär Peter Tauber, MdB Thomas Jarzombek und Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow waren Teil der Talks.

Hasso Plattner ging in seiner Keynote vor allem der Frage nach, warum Deutschland im technologischen Bereich weltweit so in Rückstand geraten konnte. Als einen wichtigen Grund nannte er, dass die Technologie-Unternehmen in Deutschland kein Händchen dafür haben würden, die Produkte für den Endverbraucher einfach zu gestalten. Wir seien immer noch eher die Meister darin, perfekte Lösungen und Techniken zu entwickeln, so Plattner. Diese jedoch auch einfach und benutzerfreundlich zu gestalten, gehöre nicht zu unseren Talenten.

Auch Angela Merkel diskutierte auf der #cnight zum Thema digitaler Wandel.
Auch Angela Merkel diskutierte auf der #cnight zum Thema digitaler Wandel.

Die Technik funktioniert – Benutzer wollen mehr

Hasso Plattner führte weiter aus, in Deutschland fokussiere man sich nur darauf, das Produkt an sich zu entwickeln, unabhängig von den Wünschen und Anforderungen der Kunden und Benutzer. In Amerika beispielsweise lag die benutzerfreundliche Oberfläche und Handhabung im Schwerpunkt. Plattner empfiehlt neue Wege für den Umgang mit Daten zu entwickeln. Hier sollten wir primär die Chancen sehen, nicht die Probleme.

Gute Daten vs. Negatives Image der Datenerhebung

Kanzlerin Angela Merkel stimmte dieser Ausrichtung zu. Man wolle auf keinen Fall unsere Standards in Sachen Datenschutz aufgeben, man müsse sich dennoch mehr darauf konzentrieren, was man alles mit den „guten“ Daten anfangen könne. Darunter fallen Informationen, die bei richtiger Bearbeitung die Arbeit erleichtern. So sollte der Begriff der „Datenerhebung“ und „Datenschutz“ nicht gleich ein negatives Bild in den Köpfen der Bevölkerung hervorrufen.

Vielmehr sollte man zu verstehen geben, dass die Erfassung und Verarbeitung bestimmter Daten unseren Alltag erleichtern kann. Um dies umsetzen zu können, müsse jedoch parallel auch an der Kontrolle und Transparenz im Zusammenhang mit Datenschutz gearbeitet werden.

Jörg Müller-Lietzkow unterstrich das aus seiner Perspektive als Hochschullehrer: „Es fehlt an digitaler Bildung und digitaler Wissenschaft. Wir brauchen neue Studienangebote, die sich damit beschäftigen, was mit Daten alles zu machen ist. Und das geht nur interdisziplinär.“

Die CDU und Deutschlands digitale Gesellschaft

Jörg Müller-Lietzkows Forderung nach einer Stärkung der „digitalen Wissenschaften“, die sowohl interdisziplinär wie auch zukunftsorientiert gestalten werden soll, fand breiten Anklang. Schließlich ist dies ein Thema, das auch die Games-Industrie angeht!

Alles in allem empfand ich die #cnight 2015 wiedermal als einen sehr interessanten, spannenden Abend. Meiner Meinung nach hat die CDU das Thema „Digitale Gesellschaft“ wirklich für sich entdeckt.

Siehe auch hier: https://www.cdu.de/cnight

 

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