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Das Wiener Rathaus wird wieder zur Gaming Zone – Die 8. Game City wartet mit einem starken Programm für alle Gamer und Spielbegeisterte

30. September 2014, Martin Lorber

Los Angeles, Köln, Wien. Metropolen wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Dennoch haben sie alle eins gemeinsam: sie präsentieren der Welt Jahr für Jahr die aktuellsten Spieletrends. Nach der E3 und der gamescom richten unsere Nachbarn aus Österreich vom 10. bis 12. Oktober 2014 zum achten Mal die Game City aus. Auf über 3000 Quadratmetern haben die Veranstalter in und um das Wiener Rathaus ein starkes Programm für alle Spielbegeisterten zusammengestellt. Dabei wird die begleitende Fachtagung F.R.O.G (Future and Reality of Gaming) erstmals für alle Besucher geöffnet sein. Jeder kann kostenfrei und ohne Voranmeldung teilnehmen. Es warten jede Menge spannende Vorträge.

So steht beispielsweise die aktuelle EU-Studie des Institute for Prospective Technological Studies (IPTS) beim Vortrag von Dr. Konstantin Mitgutsch im Fokus. Er sieht in digitalen Spielen einen neuartigen Ansatz für den sozialen- und schulpädagogischen Bereich. „Spiele, so Mitgutsch, sind nicht mehr nur reine Unterhaltung, sondern sie können Lernprozesse fördern und Spielende dabei unterstützen, problematische Themen des Alltags zu meistern.“ Die Herausforderung dabei ist, so der Medienpädagoge, dieses „positive gaming“ zu fördern und den konstruktiven Dialog zwischen Spieleentwicklern, Gamern und Erziehenden anzuregen. Dieser Auffassung schließe ich mich gerne an.

Neben den vielen bekannten Games-Publishern und relevanten Unternehmen der Branche haben die Besucher auch die Gelegenheit, den Austrian Masters beizuwohnen und das Thema eSport kennenzulernen. In dem dreitägigen Turnier kämpfen 12 Einzelspieler und sechs Teams in drei Disziplinen um den österreichischen Titel und die Teilnahme an der IeSF Weltmeisterschaft 2014. Auf die Zuschauer vor Ort warten hier attraktive Live-Challenges und jede Menge Verlosungen. Eine gute Gelegenheit für alle Spielinteressierten, sich mit dem Thema eSport auseinanderzusetzen. Für Kinder von 4 bis 12 Jahren und deren Eltern bietet die wienXtra-spielebox ebenfalls ein vielfältiges und kreatives Programm rund um Computer- und Konsolenspiele.

Nicht zuletzt sucht die Game City noch blogbegeisterte Jugendliche ab 16 Jahren, die die Veranstaltung vor und hinter den Kulissen in Text, Foto und Video dokumentieren. Sie werden so zu offiziellen Game City Blogger und ihre Beiträge werden auf der Website integriert. Bewerbung und weitere Infos unter: www.game-city.at

Weitere Links:

http://www.frogvienna.at/de/

http://www.game-city.at/wcg-esport

Lesenswert #81: Digitales Spielen ist gesellig

22. September 2014, Martin Lorber

In der Rubrik „Lesenswert“ möchte ich Ihnen auch heute wieder spannende Beiträge, Artikel und Meinungen zum Thema „Spielkultur in Deutschland“ vorstellen. Wie immer freue ich mich über alle Hinweise zu weiteren Links und Veröffentlichungen zu spannenden Themen per E-Mail oder über die Kommentarfunktion.

Zielgruppe Gamer 2014

Eine aktuelle Studie der entertainment software association (esa) zeigt: Der durchschnittliche Gamer ist 31 Jahre alt und zunehmend weiblich!

eSports in NRW

WDR-Journalist Thomas Ruscher blickt hinter die Kulissen des ersten Gamer Vereinsheims von nfaculty in Köln und stellt den jungen eSport-Profi Patrick Dasberg vor.

Literatur trifft digitale Spielkultur

Thomas Böhm hat in seinem literarischen Sammelband „New Level“ Schriftsteller wie Wladimir Kaminer, Ulrike Draesner und Saša Stanišić als Game Designer engagiert – ein kulturwissenschaftlicher Diskurs.

BITKOM Studie zeigt: Digitales Spielen ist gesellig

93 Prozent aller Kinder und Jugendlichen im Alter von 10 bis 18 Jahren spielen laut BITKOM Studie Computer- und Videospiele. Mehr als die Hälfte ist dabei nicht gern allein, sondern spielt am liebsten gemeinsam mit anderen.

Computerspiele mitten unter uns

Ein spannender Radiobeitrag wie digitale Spiele unser Leben bestimmen. Das reicht von Kunst, Pädagogik über Politik, Medizin oder Kriegsführung. Auch der Job des Spielekommentators in Let’s Play Videos wird hier näher vorgestellt. Reinhören lohnt sich.

„Mit Spielen spielen“ – Play 14 in Hamburg

Welche gesellschaftliche Bedeutung digitaler Spiele heute besitzen beweisen die Veranstalter von play 14 in Hamburg jedes Jahr aufs Neue. Unter dem Motto „Mit Spielen spielen“ wurde auch am vergangenen Wochenende ein buntes Programm realisiert. Ein Beitrag des Deutschlandradios erklärt das kreative Konzept.

Digitale Nachwuchsförderung in der Schweiz – beim Ludicious Zürich Game Festival trifft sich ab sofort die Branche

18. September 2014, Martin Lorber

Die Computerspielbranche in der Schweiz wächst stetig. Besonders Zürich zählt zu einem der  spannendsten Orte, wenn es um kreative Spiele und innovatives Game Design in der Schweiz geht. Längst haben auch diverse Fördereinrichtungen und Investoren die Schweizer Computerspielbranche für sich entdeckt. Kein Wunder also, dass Zürich nun auch ein eigenes Game Festival ins Leben gerufen hat. Vom 18. bis zum 21. September 2014 wird das Ludicious – Zürich Game Festival seine Pforten öffnen und als Branchentreff für innovative Nachwuchstalente fungieren.

Mit einem umfassenden Angebot aus Wettbewerben, Pitches und Matchmaking-Sessions zwischen jungen Entwicklern und Industrievertretern haben sich die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und die Stadt Zürich als Träger des Festivals explizit die Nachwuchs- und Standortförderung zum Ziel gesetzt.  So soll speziell im Rahmen der „Branchen-Konferenz“ in den Räumlichkeiten der Pädagogischen Hochschule (PHZ) den Bedürfnissen junger Game Designer und Studios in der Schweiz Rechnung getragen werden.

Ab dem 19. September 2014 ist dann auch die interessierte Öffentlichkeit eingeladen mit dabei zu sein. Es wird ein abwechslungsreiches Programm geboten. Die Highlights des dreitägigen Festivals sind die Verleihungen der Preise der festivaleigenen Wettbewerbe «International Competition» und «Student Competition». Zudem vergibt die Swiss Game Developers Association (SGDA)  den «Swiss Game Award». Ein weiterer Höhepunkt wird die Eröffnung des dritten «Call for Projects: Swiss Games 2014/2015» der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia sein. Hochschulen wie die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) mit der Studienvertiefung Game Design, die Haute École d’art et de design Genève (HEAD) und die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) mit dem Game Programming Lab werden im Rahmen einer Ausstellung herausragende Abschlussarbeiten und laufende Projekte ihrer Studierenden präsentieren. Nicht zuletzt erwartet die Besucher am Samstag und ein riesengroßes Pac-Man Mapping und ein Gratiskonzert der Band Vendredi Soir Swing. Eine digitale Version des Festivalprogramms fürs Smartphone gibt’s übrigens in der Ludicious-App.

Ein wirklich vielseitiges und abwechslungsreiches Programm, was die Schweizer Kulturschaffenden mit einem lobenswerten Ansatz erarbeitet haben. Ein Besuch bei unseren Nachbarn in Zürich lohnt also nicht nur für den Schweizer Games-Nachwuchs sondern für alle Freunde des digitalen Spiels. Viel Glück bei der Premiere!

Weitere Links zur Veranstaltung:

http://www.ludicious.ch/

http://www.ludicious.ch/gamezfestival-d/

Die eSport Schulmeisterschaft geht in ihre achte Saison

16. September 2014, Martin Lorber

eSport ist auch weiterhin auf dem Vormarsch. Aktuell läuft zum Beispiel die Anmeldephase der bundesweiten „eSport Schulmeisterschaft“. Hier treten Schüler-Teams von Schulen aus ganz Deutschland in den Disziplinen StarCraft II, League of Legends und – zum ersten Mal dabei – FIFA 14 gegeneinander an und kämpfen um den Sieg. Nach einer ganzen Reihe von online ausgetragenen Vorentscheiden treffen die Sieger in Offline-Playoffs und -Relegationen aufeinander und bestimmen die Teilnehmer des Finals, das ebenfalls offline ausgespielt wird. Ort und Zeit der jeweiligen Turniere sind aktuell noch nicht festgelegt.

Die eSport Schulmeisterschaft 2014 wird deutschlandweit ausgetragen. Jede Schule kann sich mit einem Schülerteam und interessierten Lehrern offiziell anmelden. Jedes Schulteam besteht aus maximal 7 Spielern, welche in den Disziplinen League of Legends (5on5), StarCraft II (1on1) und FIFA 14 (1on1) gegen andere Teams antreten müssen. Je nach Teilnehmerzahl werden die Schulen in Gruppen eingeteilt, um einen einfachen Turnierablauf zu gewährleisten.

Die Schule meldet ein Team von Schülern zur eSport Schulmeisterschaft an. Dazu bedarf es der Zustimmung der Schulleitung und der Betreuung durch einen Lehrer. Die Schüler stellen ihr Team eigenständig zusammen und wählen den Team-Captain. Dieser kann das zusammengestellte Team für die Online Gruppenphase zur eSport Schulmeisterschaft anmelden. Die Teammitglieder müssen alle Schüler derselben Schule sein. Dazu kann eine Schulbescheinigung verlangt werden, welche per eMail oder Fax übermittelt werden kann. Von jeder Schule können bis zu 5 Teams angemeldet werden.

Eine Teilnahme an der Schulmeisterschaft ist eine lohnende Sache. Schüler lernen im Team Softskills wie Teamfähigkeit, Kreativität und Kommunikation, während Lehrer, durch ihre notwendige Beteiligung am Anmeldeprozess, Zugang zu außerschulischen Interessen ihrer Schüler erhalten. Gleichzeitig regt die gemeinsame Aktivität den konstruktiven Dialog zwischen Lehrern und Schülern im Umgang mit Unterhaltungsmedien an. Es wird verdeutlicht, dass es bei Computerspielen nicht nur auf Spaß und Zeitvertreib ankommt, sondern auch soziale Dimensionen eine wichtige Rolle spielen.

Allen Lehrern und Schülern kann nur gesagt werden: Meldet euch an und macht mit! Es lohnt sich.

Nacht des nacherzählten Spiels – Finale in Berlin

12. September 2014, Martin Lorber

Digitale Spiele mal ganz analog. Bei so genannten „Let‘s retells“ kommt es mehr auf die eigene Fantasie als die Auflösung des Monitors an. Hier werden Spiele nämlich ähnlich wie bei Poetry- oder Science Slams in Form kurzer Beiträge von den Teilnehmern nacherzählt. So wird die Geisterhatz bei Pac-Man oder die epische Reise des italienischen Klempners ein völlig neues Erlebnis. Die Stiftung Digitale Spielekultur, Gamestorm Berlin und das Computerspielemuseum organisieren in ganz Deutschland „Nächte des nacherzählten Spiels“. Im Rahmen des „internationalen Literaturfestivals Berlin“ findet nun am Freitag den 12.09. um 20 Uhr das Deutschlandfinale statt.

Im Finale treffen die Gewinner aus den Vorrunden in Berlin, Karlsruhe, Köln, München und Stuttgart aufeinander und streiten um den Titel des/der besten Nacherzähler*in in Deutschland. Die Spielregeln sind einfach. Wer am schönsten erzählt, gewinnt. Wer das entscheidet? Das Publikum! Hat dieses alle 10-minütigen Beiträge gehört, stimmt es über den Gewinner ab. Ein interessantes Konzept, bei dem das digitale Kulturgut rüber in die analoge Welt geholt wird. Wer sich schon einmal einen Überblick verschaffen möchte, was ihn hier erwartet, der kann sich auf dem YouTube-Kanal von Gamestorm Berlin einige Beiträge aus der Vergangenheit anschauen.

Weitere Links zum Thema:

http://gamestorm-berlin.blogspot.de/2014/09/nacht-des-nacherzahlten-spiels-das.html

http://www.computerspielemuseum.de/1247_September_ganz_im_Zeichen_der_Literatur.htm?nId=103

Es sind nur Spiele! Wut und Hass haben in der digitalen Spielkultur nichts zu suchen!

11. September 2014, Martin Lorber

Heute möchte ich ein Thema ansprechen, dass mir nun schon seit einigen Tagen auf dem Herzen liegt. Und zwar geht es um die teils erschreckende Anfeindungen, denen Anita Sarkeesian für ihre Kritik an der Darstellung von Frauen in digitalen Spielen ausgesetzt ist. Hintergrund der Geschichte: Die Bloggerin und Kommunikationswissenschaftlerin hat via Kickstarter Geld für eine Serie von Videos gesammelt, die sich objektiv und wissenschaftlich untermauert mit wiederkehrenden Rollenbildern und Stereotypen von Frauen in Videospielen befassen.

Schon während des Kickstarter-Prozesses waren die Reaktionen erschreckend. Sarkeesian wurde beleidigt und aufs übelste beschimpft. Auch von Spielern, die sich von einer Frau, die selber nicht spielt, „IHR“ Hobby doch bitte nicht vermiesen lassen wollen. Schon damals fand ich diese Reaktionen befremdlich. Als überzeugter Spieler sollte man doch genug Vertrauen in das Medium haben, dass dieses einer kritischen Auseinandersetzung mit den eigenen Inhalten gewachsen sei. Viele benehmen sich so, als ob sie persönlich von den Videos beleidigt werden und scheinen eine Debatte um Sexismus in Spielen mit allen Mitteln verhindern zu wollen. Als Anita Sarkeesian kürzlich das jüngste Video der Reihe veröffentlichte, traf sie erneut ein Schwall übler Reaktionen aus den sozialen Medien. In diesem Fall war es wohl noch schlimmer als sonst, so dass sich Frau Sarkeesian aufgrund der Drohungen selbst in ihrem eigenen Heim nicht mehr sicher fühlte. Ein großer Teil der Presse berichtete.

Nun ist es an sich schon schlimm genug, dass jemand aufgrund der eigenen Meinung, die dazu noch niemanden persönlich angreift, Bedrohungen und Beschimpfungen übelster Art ausgesetzt wird. Hinzu kommt der Umstand, dass eine kleine Gruppe unter der Spielerschaft es schafft, ein schlechtes Licht auf digitale Spiele und deren Spieler im Allgemeinen zu werfen. Die Berichterstattung zum Thema stellt erneut den gerade überwundenen Stereotyp des gewaltbereiten und infantilen Spielers in den Vordergrund. Insbesondere ein Zitat aus Spiegel Online ist mir hier ins Auge gefallen. „Einerseits möchte man unter diesen Umständen wirklich keiner Frau empfehlen, sich in die Spieleindustrie zu begeben und sich diesem Hass auszusetzen.“ Die vermeintlichen „Verteidiger“ digitaler Spiele verursachen einen beträchtlichen Schaden am Ruf der Community.

Es ist schade! In den letzten Jahren haben es alle Beteiligten mit großen Anstrengungen geschafft, die öffentliche Diskussion um das Medium immer stärker auf eine sachliche Ebene zu führen. Dass jetzt in dieser durchaus zu Recht von Sarkeesian angestoßenen Debatte von einem kleinen Teil der Spielerschaft mit Wut und sogar Hass an das Thema herangegangen wird, ist erschütternd. Die Videos von Anita Sarkeesian regen zur Diskussion an und leisten damit schon einen Beitrag zur Entwicklung des Mediums. Man kann ja über die Videos und deren Inhalte diskutieren, aber bitte stets sachlich und ohne persönliche Angriffe. Die Art und Weise wie auf die Aussagen von Anita Sarkeesian reagiert wird, ist mehr als unangemessen und schlicht nicht akzeptabel. Wut und Hass dürfen in der digitalen Spielkultur nichts zu suchen haben!

Lesenswert #80: Vielseitiges Medium – vielseitiges Berufsbild

08. September 2014, Martin Lorber

In der Rubrik „Lesenswert“ möchte ich Ihnen auch heute wieder spannende Beiträge, Artikel und Meinungen zum Thema „Spielkultur in Deutschland“ vorstellen. Wie immer freue ich mich über alle Hinweise zu weiteren Links und Veröffentlichungen zu spannenden Themen per E-Mail oder über die Kommentarfunktion.

Suchtgefahr gering!

Entgegen dem Bild, das einige Medienvertreter oder niedersächsische Forschungsinstitute immer noch gerne verbreiten, scheint Videospielsucht kein Massenphänomen zu sein. heute.de stellt eine aktuelle Studie zum Thema vor.

Eine neue Generation des Storytelling

Nicht nur die Spieler werden immer erwachsener, sondern auch die Spiele. Katharina Tillmanns und Marcus Bösch über die neuen Ansprüche an die Erzählung in Spielen.

Vielseitige Spieleentwickler

Dass Spieleentwickler nicht gleich Spieleentwickler ist, zeigt ein Beitrag des Deutschlandfunks. Verdeutlicht wird die Vielseitigkeit des Berufs durch unterschiedliche Studiengänge, die von der Berliner School of Games angeboten werden.

Virtual Reality

Einer der großen Träume vieler Spielebegeisterten rückt zunehmend in greifbare Nähe: Virtual Realitys. Neben den Datenbrillen werden auch weitere Geräte aus der Peripherie qualitativ immer besser und bezahlbarer. Die WELT bietet einen Überblick zum aktuellen Stand.

Retro ist im Trend

„Früher war mehr Lametta!“ – wohl einer der berühmtesten Aussprüche, wenn es darum geht, die Vergangenheit mit verklärtem Blick zu betrachten. Dass dieses, nur allzu menschliche, Phänomen auch vor digitalen Spielen nicht halt macht, zeigt die aktuelle Retrobegeisterung. Das Handelsblatt bietet Hintergründe.

Digitale „Spiele“ für Architekten

Ein sehr schönes Beispiel dafür, wie Techniken aus digitalen Spielen für Innovationsschübe in anderen Wirtschaftsbranchen sorgen. Diesmal: Visualisierungssoftware für Architekten.

Barcamp statt Keynotes – „researching games“ in Wiesbaden

05. September 2014, Martin Lorber

Die wissenschaftliche Forschung rund um das Thema „digitale Spiele“ hat in den letzten Jahren deutlich an Fahrt aufgenommen. Immer mehr Vertreter fast aller Fachdisziplinen beschäftigen sich inzwischen mit den verschiedensten Aspekten von Spielen. Umso wichtiger wird jetzt und in den kommenden Jahren der interdisziplinäre Austausch zwischen den Forschungsbereichen. Eine Veranstaltung, die sich diesen Austausch schon lange auf die Fahne geschrieben hat, ist das „researching games“ Barcamp in Wiesbaden. Hier treffen sich nun schon zum vierten Mal Vertreter der unterschiedlichsten Disziplinen, um sich über ihre Forschung zu digitalen Spielen auszutauschen.

Es gilt das Motto: „Barcamp statt Keynotes“. Alle Teilnehmer können und sollen eine Präsentation ihres Themas halten. Es ist ein offenes Treffen, bei dem der genaue Ablauf erst vor Ort gemeinsam festgelegt wird. Dabei steht die wissenschaftliche Erforschung des Mediums Computer- und Videospiel im Vordergrund. Prinzipiell steht es allen Fachrichtungen offen. Nicht nur Informatiker, Medienwissenschaftler oder Pädagogen, sondern auch Ingenieure, Linguisten, Psychologen, Betriebswissenschaftler, Mediziner, Physiker, Soziologen, Mathematiker oder Juristen werden ausdrücklich eingeladen.

Ein spannendes Konzept, welches mit seiner interdisziplinären Ausrichtung zeigt, wie mannigfaltig das Medium sein kann. Der lockere und informelle Aufbau des Treffens bietet viel Raum zum gegenseitigen Kennenlernen und zur Diskussion. Ich bin mir sicher, dass die unterschiedliche Sichtweise der einzelnen Disziplinen auf den Forschungsgegenstand „digitales Spiel“ den Horizont des wissenschaftlichen Diskurses erweitern wird.

„researching games“ 2014 findet vom Sa 27.09. 14:00 Uhr bis So 28.09. 17:00 Uhr in den Tagungsräumen der Jugendherberge Wiesbaden, Blücherstr. 66, 65195 Wiesbaden, statt. Ein Besuch wird sich sicherlich lohnen.

Weitere Links zum Thema:

Web: Archiv des Barcamp