Fragezeichen
veröffentlicht von Martin Lorber am 01. Januar 2017

Warum spielen wir? – Die Psychologie des Gamings

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Die Spiele-Analysten von Quantic Foundry stellen auf ihrer Website einen Fragebogen zur Verfügung, über den sie die Psychologie des Spielens besser verstehen möchten.

Individuelles Profil und Spiele-Empfehlungen

Das Ausfüllen des Fragebogens dauert 5 bis 7 Minuten. Anschließend erstellt die Umfrage automatisch ein maßgeschneidertes Gutachten. Dieses gibt dann Aufschluss darüber, welche Charakterzüge / Eigenschaften gemessen wurden und wie man selbst im Vergleich zu anderen Gamern abschneidet. Die Ergebnisse sind erstaunlich akkurat. Man lernt viel über das sein Gamer-Ich und bekommt dabei noch Empfehlungen zu passenden Spielen. Über die wissenschaftliche Validität lässt sich natürlich streiten, die persönlichen Auswertungen und die ersten gesammelten Ergebnisse sind nichtsdestotrotz äußerst interessant.

Unterschiedliche Motivation bei männlichen und weiblichen Spielern

Bei einer Erhebung von Daten von über einer viertel Million Spielern weltweit wurden zwölf verschiedene Motivationen gemessen und ausgewertet. Allerdings wurde für die finale Auswertung nur die Primärmotivation betrachtet. Diese Ergebnisse wurden nach Altersgruppen und Geschlecht aufgeschlüsselt.

Männer motiviert Zerstörung, Frauen das Bedürfnis Spiele zu vervollständigen

Die knappe Zusammenfassung der Studienergebnisse: Männer werden vor allem durch Zerstörung (Primärmotivation bei 11,9% der männlichen Spieler) und Wettkampf (Primärmotivation bei 14,1% der männlichen Spieler) zum Spielen motiviert. Frauen dagegen werden vom Drang Spiele zu vervollständigen (17% ) sowie der Fantasie (16,2%) zum Spielen motiviert.
Bei den männlichen Spielern verteilten sich die Ergebnisse deutlich stärker auf alle 12 Motivations-Kategorien als bei den Frauen, wo die Ergebnisse deutlicher auseinander liegen. Jüngere Spieler (13 bis 25 Jahre) werden hauptsächlich durch Wettkampf motiviert. Am wenigsten wichtig ist ihnen der Erkundungs-Aspekt. Bei der ältesten Spielergruppe (36+) liegt der Wettkampfgedanke allerdings nur auf Platz 9, während der Fantasie-Aspekt auf Platz 1 liegt. Vertreten in den drei häufigsten Primärmotivationen war – unabhängig von Geschlecht oder Alter – immer der Vervollständigungsdrang (zum Beispiel „alle Missionen beenden“, „alle Collectibles sammeln“. Die gesammelten Studienergebnisse lassen sich hier einsehen.

Kommentare
  1. Melideas sagt:

    Ich weiß nicht ob das immer so zutreffend ist, aber es sind durchaus einige gute Punkte genannt worden! Auch bei sehr vielen Männern ist es der Drang zur „Vervollständigung“, ich meine, wer macht nicht gerne seine ganzen Trophies voll und ist „ehrgeizig“ bei sowas?

    Im Leben ist das ja nicht immer so einfach, bei Spielen hingegen schon. Wettkampf ist, wie genannt, auf jeden Fall auch ein großer Faktor – gerade in CS:GO u.o kompetitiven Titeln wie League Of Legends.

    Für mich hingegen ist die größte Motivation der Fortschritt. Wie schon gesagt, im Leben ist das nicht immer so einfach und vielleicht ist es deswegen in Spielen so schön. Mal eben den Boss erledigen, die Mission abschließen…es ist immer eine kleine Belohnung. Ein kleines Stück „Hey, du hast was geschafft!“

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