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veröffentlicht von Martin Lorber am 02. Februar 2017

Film- und Gamesbranche fordern bessere Förderung audiovisueller Medien

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Die Verbände der TV-, Film- und Gamesbranche fordern gemeinsam einen Ausbau der Förderung von Games und anderen audiovisuellen Medien. Dabei verweisen Produzentenallianz, BIU (Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware) und weitere Verbände aus der Bewegtbild-Branche auf die steuerlichen Fördersysteme anderer Länder. Diese verringerten die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands als Produktionsstandort deutlich, da sie sich als wesentlich wirksamer herausstellten. Diese Benachteiligung betrifft alle Zweige der audiovisuellen Medienwirtschaft, also u.a. Games, Filme, Serien, Animation und visuelle Effekte.

Konsistente Förderung aller audiovisuellen Medien

Eine stetige Förderung mit wirkungsvollen und automatisierten Anreizsytemen sollte allen audiovisuellen Medien zu Gute kommen. Die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands als Produktionsstandort wiederherzustellen stellt einen wichtigen Schritt dar, der zu mehr innovativen und attraktiven Inhalten sowie mehr Arbeitsplätzen für entsprechende Fachkräfte führen würde.

Wichtig: Richtige Voraussetzungen in Deutschland schaffen

Bereits im November letzten Jahres stellte der BIU einen Vorschlag für eine steuerliche Games-Förderung vor. Im Dezember veröffentlichte der BIU zudem zehn konkrete Forderungen an die Politik, um den Standort Deutschland zu stärken. Zwar ist der Umsatz mit Spielen in Deutschland genauso hoch wie der mit Filmen (2,8 Milliarden Euro im Jahr 2015), die Games-Branche wird jedoch weniger stark unterstützt. Was nötig wäre, um die richtigen Voraussetzungen für die Gamesbranche in Deutschland zu schaffen, erläuterte ich auch jüngst in einem Audiokommentar zur Games-Förderung. Den gemeinsamen Vorstoß der Film- und Gamesbranche finde ich begrüßenswert. Er sendet ein wichtiges Signal an die Politik und weckt die Hoffnung, dass Deutschland den internationalen Anschluss nicht verliert.

Breite Unterstützung der Forderung

Zu den Unterzeichnern der Initiative gehören zehn Verbände, darunter u.a. die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO), der Interessensverband Deutscher Schauspieler (IDS), der Verband Deutscher Drehbuchautoren (VDD), der Games-Branchenverband BIU oder die Allianz Deutscher Produzenten.

Weitere Informationen zur Meldung des Arbeitskreises „Anreizsysteme für audiovisuelle Produktionen“ gibt es hier: http://www.produzentenallianz.de/pressemitteilungen/pressemitteilungen/inhalte-pressemitteilungen/verbaende-fordern-anreizsysteme-fuer-audiovisuelle-produktionen.html

Details zum BIU-Vorschlag einer steuerbasierten Games-Förderung findet man hier: https://www.biu-online.de/positionen/kulturfoerderung-steuerliches-foerdermodell-fuer-games/

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