Deutscher Computerspielpreis 2017
veröffentlicht von Martin Lorber am 04. April 2017

Deutscher Computerspielpreis 2017: Die Highlights

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Gestern fand die große Gala des Deutschen Computerspielpreis 2017 in Berlin statt. Ein wirklich kurzweiliger Abend, gespickt mit großen und kleinen Highlights, die ich an dieser Stelle gerne noch einmal Revue passieren lasse.

Deutsche Spielebranche soll lauter und selbstbewusster werden

Moderiert wurde die Gala des Deutschen Computerspielpreis auf unterhaltsame Art und Weise von Barbara Schöneberger. Aber auch die Laudatoren waren wirklich klasse, insbesondere Kurt Krömer und Erik Range (Gronkh) sorgten für gute Stimmung. Infrastrukturminister Alexander Dobrindt stellte in Aussicht, dass die Preisgelder auch weiterhin wachsen. Dorothee Bär, Spiritus Rector des DCP, hob in ihrer Rede hervor, dass die gesamte Branche gerade in diesem Wahljahr lauter und selbstbewusster werden müsse, um auf die notwendigen politischen Veränderungen der Rahmenbedingungen hinzuweisen. Diese Herausforderung nehmen wir natürlich gerne an!

Alexander Dobrindt beim Deutschen Computerspielpreis 2017.
Alexander Dobrindt beim Deutschen Computerspielpreis 2017.

Computerspiele nehmen wichtige gesellschaftliche Rolle ein

Computerspiele nehmen eine ganz wichtige Rolle in der Gesellschaft ein – wirtschaftlich, technologisch, bildungspolitisch und auf vielen weiteren Ebenen. Darin waren sich beim DCP 2017 alle einig und das Bekenntnis schien wirklich ehrlich zu sein – auch von den Vertretern der Bundesregierung.

Bei der Gala des Deutschen Computerspielpreis 2017 wurde viel geboten.
Bei der Gala des Deutschen Computerspielpreis 2017 wurde viel geboten.

Deutscher Computerspielpreis 2017: Die Gewinner

Preise wurden in insgesamt 14 Kategorien vergeben. Vor der Preisvergabe hat eine Jury aus Prominenten, Journalisten, Spiele-Experten und Politikern mehr als 450 eingereichte Spiele auf Herz und Nieren geprüft. Das Action-Rollenspiel “Portal Knights” überzeugte die Jury und gewann in der Kategorie “Bestes deutsches Spiel”. Die Begründung: Es kann große und kleine Spieler gleichermaßen begeistern. Der Sonderpreis der Jury ging an das Computerspielemuseum in Berlin, das auf einzigartige Weise digitale Spielekultur erlebbar macht und damit seit genau 20 Jahren eine tolle Begegnungsstätte für Jung und Alt ist. Mein Interview mit Andreas Lange, dem Direktor des Computerspielemuseums, kann man hier nachlesen.  Den über eine Online-Abstimmung vergebenen Publikumspreis gewann das Rollenspiel “The Witcher 3: Blood and Wine”. Alle weiteren Preisträger sind auf der Homepage des Deutschen Computerspielpreises einsehbar.

Skandal beim DCP 2017?

Dass es dann auch noch einen kleinen “Skandal” gab: Sei’s drum. “Shadow Tactics – Blades of the Shogun“ sollte in der Kategorie “Bestes Gamedesign” gewinnen, die Entwickler nahmen den Preis jedoch nicht an. Darüber berichtet auch Petra Fröhlich für Games Wirtschaft. Diese Entwicklung fand ich ein wenig schade. Denn in dieser Kategorie saß ich mit in der Jury. Wir haben uns in der Jury die Arbeit wirklich nicht leicht gemacht, vor der Jurysitzung unzählige Spiele gesichtet und zu viert einen ganzen Tag lang in Berlin diskutiert – mit Unterstützung von zwei Sichtern der Stiftung digitale Spielekultur.

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