Studie zur Games-Branche in Deutschland
veröffentlicht von Martin Lorber am 09. September 2016

Deutsche Games-Branche: Umfangreiche Studie initiiert

Teilen auf:

Auf Basis einer gesicherten Datengrundlage soll eine erste bundesweite Studie Rückschlusse auf den Games-Standort Deutschland zulassen. Berücksichtigen wird die Studie die gesamtwirtschaftliche und kulturelle Bedeutung von Computer- und Videospielen in Deutschland sowie die Wechselwirkungen zwischen der Spieleindustrie und anderen Branchen, vor allem der Kultur- und Kreativwirtschaft. Ein wichtiger Schritt, denn bisher fehlen entsprechende Daten.

Die Zukunft der deutschen Gamesindustrie – Veröffentlichung der Studie Anfang 2017

Durchgeführt wird die „Studie zur Computer- und Videospielindustrie in Deutschland. Daten und Fakten zum deutschen Entwicklungs- und Vertriebsmarkt für digitale Spiele“ von der Hamburg Media School. Mitwirken wird Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow von der Universität Paderborn, der sich zuletzt in der Studie “Cologne Games Project” mit der Frage beschäftigt hat, ob Köln wirklich das Epizentrum der Spieleindustrie ist. Schon 2012 führte ich ein Interview mit Prof. Dr. Müller-Lietzkow über die Gründung eines Kompetenzzentrums für Game Studies. Er sprach damals mit mir über die Zukunft der deutschen Gamesindustrie, die Hürden im deutschen System und seine Hoffnungen.  Die Veröffentlichung der bundesweiten Studie ist für Anfang 2017 geplant.

Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow
Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow

Optimale Förderung durch Entwicklung zukunftsweisender Maßnahmen

In den vergangenen Jahren wurden Studien von einzelnen Bundesländern in Auftrag gegeben. Diese unterschieden sich jedoch in Bezug auf Methodendesign, Kontext und Definitionsgrundlagen. Die in den vergangenen Jahren von einzelnen Bundesländern in Auftrag gegebenen empirischen Marktstudien zur Gamesindustrie unterscheiden sich in Bezug auf Definitionen, Methodendesign und Kontext und lassen so keine Rückschlüsse auf den Standort Deutschland als Ganzes zu. Es ist tatsächlich wichtig, durch die Studie verlässliche Informationen und Daten zu gewinnen, um diese Lücke schließen und medien- und kulturpolitische Diskurse besser gestalten zu können. Aus den Erkenntnissen ließen sich auch wichtige zukunftsweisende Maßnahmenpakete zur optimalen Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft entwickeln.

Förderung und Finanzierung

Das Studienprojekt wird gefördert und finanziert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Rahmen der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes, der Senatskanzlei Berlin und dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung sowie den Verbänden der deutschen Games-Branche BIU – Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware und GAME Bundesverband der deutschen Games-Branche in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Auf die Ergebnisse bin ich sehr gespannt und wünsche mir, dass auch tatsächlich entsprechend sinnvolle Maßnahmen aus den gewonnenen Erkenntnissen umgesetzt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *